Zusammen mit den Jungs von haus & gross habe ich vor 2 Wochen ein kurzes Testshooting für Team-Porträts abgehalten. War sehr unterhaltsam, mit guten Ergebnissen.
Vielleicht gibt’s ja bald mehr.
h&g.
sommersee.
gedanken.

Achtung, das ist ein Artikel über Ehrlichkeit, Konsequenz und Design!
Der Versuch einer Erklärung, warum ich „nichts Ordentliches“ gelernt habe. Und auch nie etwas anderes machen will.
Der ganze Text sollte als „beta“ eingestuft werden und wird kontinuierlich bearbeitet.
Ich freue mich über viele Kommentare und Rückmeldungen.
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Alles, was uns umgibt, ist in irgendeiner Art und Weise gestaltet.
Dabei verbinden wir mit Gestaltung in erster Linie die äußere Form. Das entspricht dem, was die Allgemeinheit unter „Design“ versteht. — Und genau da liegt das Problem.
Denn: Eine Fassade aus Sperrholz ist schnell und leicht gezimmert. Vielen reicht das auch, um eine Cowboy-Landschaft zu erzeugen. Viele geben sich damit zufrieden. Der riesige Markt der Plagiate gibt dieser These wohl recht. Denn schließlich kann man sich ja brüsten mit der goldenen Rolex für nur 5 Euro …
Dass erst die jahrelange Entwicklung eines Manufaktur-Uhrwerks, die Liebe zum Handwerk, zum Material und zur Verarbeitung eine meisterhafte Uhr ausmachen, scheint dabei niemanden zu interessieren. Es reicht die Sperrholzfassade und der aufgepinselte Markenname.
Die äußere Form eines Produktes ist jedoch nicht um ihrer selbst Willen geschaffen. Die Form ist konsequenter Ausdruck der Funktion. Eine Form wird durch Wissen, Handwerk und viel Arbeit geschaffen und dient immer der Funktion. Designer sind Problemlöser. Wir entwickeln Lösungen für die uns gestellten Aufgaben.
Ja, das ist wohl der Bauhaus Gedanke. Und, ja, der ist wohl schon ziemlich alt. Aber er ist heute aktueller denn je. Konsequent umgesetzt bedeutet dieser Gedanke auch Reduktion. Das Weglassen des Überflüssigen. Die Perfektion dessen, was zum Produkt gehört und das Entfernen dessen, was nichts am Produkt zu suchen hat. Weniger ist eben mehr.
Genau dieser Anspruch ist es, der aus einem guten Produkt ein großartiges Produkt macht. Denn um von 99% die 100% zu erreichen, braucht es Wissen, Können und den absoluten Willen. Das bedeutet Schmerz, Arbeit und Herzblut.
Um ein großartiges Produkt zu entwickeln muss man ganz tief eintauchen. Man muss sich die Aufgabenstellung zu eigen machen, sich mit allem beschäftigen, was das Produkt umgibt: Benutzer, Produktionsprozesse, Materialien, Einsatzgebiete, Erwartungen. Und “beschäftigen” alleine reicht nicht. Man muss verstehen. Verinnerlichen.
Produkte, die mit diesem Anspruch entwickelt werden, machen dem Benutzer nichts vor. Sie sind ehrlich. Sie haben eine Funktion. Die Funktion rechtfertigt ihre Existenz. Sie sind keine Luftnummern, keine Sperrholzfassaden. Diese Produkte bereichern unser Leben; in ihrer Funktion und in Ihrem emotionalen Wert.
Produkte, die mit diesem Anspruch entwickelt werden, brauchen keine großen Werbesprüche. Sie überzeugen durch ihre konsequente Funktion und Form. Design eben. Sie bewegen, lösen Emotionen aus. Design eben.
Damit werden die Benutzer automatisch zur besten Werbung, die man sich nur vorstellen kann.
Warum ich das alles schreibe? Ist doch schon seit Jahrzehnten bekannt. Und besser formuliert haben das auch schon einige. Richtig.
Aber scheinbar haben es immer noch nicht alle da draußen verstanden. Es werden so viele schlechte Produkte auf den Markt geworfen wie nie. Plagiate haben Hochkonjunktur. Produkte ohne Profil und mit mehr Features als auf die Verpackung gedruckt werden können.
Auf der anderen Seite gibt es aber auch einen gewissen Trend zum Wandel. Selbstgemachte Produkte gewinnen immer mehr an Akzeptanz. Die Herkunft von Rohstoffen und deren verantwortungsvolle Verarbeitung rücken wieder mehr in den Fokus. Menschen scheinen nach Reduktion, Einfachheit, Authentizität und Ehrlichkeit zu suchen.
Ich glaube, dass wir uns heute mehr denn je an diese Werte erinnern müssen. Um unser selbst Willen. Wir müssen uns endlich wieder Gedanken machen, die weiter vordringen als bis zur Sperrholzfassade. Wir müssen das Bedürfnis haben, zum Kern vorzudringen. Die letzte große Krise ist ja noch immer im Gange. Es war auch die Krise der Oberflächlichkeit. Weil bis dahin vor allem die Fassade zählte.
Dabei macht es doch so unglaublich viel Freude, ein großartiges Produkt zu benutzen und dadurch auch einen Zugang zu den Menschen zu bekommen, die es erdacht und hergestellt haben. Egal, ob Fahrzeuge (oder hier), Uhren, Computer, Mobiltelefone, Möbel oder Magazine. Es gibt unzählige Beispiele. Alle verbindet, meiner Meinung nach, der gleiche Designanspruch.
Abschließend ein paar Worte von Dieter Rams, der es – viel besser als ich es könnte – auf den Punkt gebracht hat:
Gutes Design sollte innovativ sein.
Gutes Design macht ein Produkt brauchbar.
Gutes Design ist ästhetisches Design.
Gutes Design macht ein Produkt verständlich.
Gutes Design ist ehrlich.
Gutes Design ist unaufdringlich.
Gutes Design ist langlebig.
Gute Design ist konsequent bis ins letzte Detail.
Gutes Design ist umweltfreundlich.
Last but not least, gutes Design ist so wenig Design wie möglich.
jetzt im gut sortierten plattenladen.

Vor einiger Zeit habe ich die Jungs von Skafield für ihr neues, mittlerweile viertes, Album fotografieren dürfen.
»Memories in Melodies« gibt es nun seit 16. April 2010 zu kaufen. Also nichts wie rein in den Plattenladen, an den Computer (iTunes, Amazon, musicload, etc.) und in die Konzerthallen! Kauft das Ding.
Zum Schluss: Ein neues Video gibt es auch noch, und zwar hier: YouTube.de
Interfacedesign. Groupware Appliance.
Mit den Jungs von inett arbeite ich gerade an einem spannenden Produkt. Mein Part umfasst dabei vor allem das Design der Benutzeroberfläche und das Look-and-feel Konzept. Wir wollen ein Softwareprodukt schaffen, das einfach und von diversen Geräten aus mit Spaß zu bedienen ist.
Die besondere Herausforderung bei der Konzeption und der Umsetzung liegt vor allem in der Idee, eine Benutzeroberfläche zu entwerfen, die unabhängig vom Aus- bzw. Eingabegerät funktioniert. Das bedeutet beispielsweise, dass Aussehen und Positionierung von Schaltflächen, Piktogrammen und Labels über diverse Verhältnisse so beschrieben werden müssen, dass sich die Oberfläche dynamisch erstellen lässt und sich der Größe des Screens anpasst. Da die gesamte Applikation im Browser laufen wird, sind bei der Wahl von Effekten und der Darstellung von Elementen gewisse Grenzen gesetzt; auch vor dem Hintergrund verschiedener Geräteumgebungen.
Ich werde diesen Post von Zeit zu Zeit aktualisieren. Momentan arbeite ich am System zur Erstellung der Piktogramme.
colors of music.

Für das Landes-Jugend-Symphonie-Orchester des Saarlandes durfte ich ein paar Drucksachen zur aktuellen Arbeitsphase umsetzen. Oder anders: ich konnte, passend zum Logo und zum Hauptwerk, ein wenig Farbe ins Spiel bringen.
hundisburg summer 2010.
energy business.
Aktuell arbeite ich an einigen sehr spannenden Projekten. Hier ein kleiner Einblick in eines davon: Umfassendes Redesign des Erscheinungsbildes der Heidelberger Services AG.
Momentan: Logo (Buchstabenausgleich und so …) und Basiselemente.
Werde den Post von Zeit zu Zeit updaten.
Update 1: Corporate Website (siehe unten). Arbeite aktuell am digitalen Corporate Design Styleguide.




















